Faszination Naturstein als Baustoff im Garten

Kaum ein Baumaterial bietet so vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Garten wie Naturstein. Ganz einfach schon aus dem Grund, weil Naturstein von ungebegrenzter Lebensdauer ist. Der Einsatz ist in allen Bereichen quasi unbegrenzt, ob als Baumaterial zum Bau von Gartenhäuseren, zur Erstellung von Abgrenzugen, als Wegebau oder beispielsweise als Dekomaterial für den Steingarten oder Gartenteich. Kaum ein Material unterscheidet sich hinsichtlich so vieler Farben und Schattierungen. Dazu ist Naturstein absolut schadstofffrei und pflegeleicht. Besonders interessant ist für den Naturstein, wenn man seine Entstehungsweise und seine vielschichtigen Gesteinsarten betrachtet. Granit und Basalt oder Basanitsteine sind vulkanische Gesteine. Diese sind durch Abkühlen und Erstarren entstanden, oft, nachdem ein Vulkan das Magma ausgestoßen hat. Diese Steine finden sehr häufig ihren Einsatz bei der Entstehung von Steinstatuen,  wie Buddhaskulpturen, Ganesha, Shiva oder den berühmten Osterinselskulpturen. Interessant ist, wenn während der Magmabewegungen anderes Material mit eingeschlossen wurde, welches bei der Bearbeitung durch den Steinmetz wieder zum Vorschein tritt.

Granitstein aus dem Bayerwald als optimales Baumaterial für den Gartenanlage

Diese Steineigenschaften unterstreichen die Besonderheit solcher Schöpfungen. Sandstein und auch Kalkstein haben sich vor Millionen  von Jahren durch die Ablagerung von Sand, Skelett- und Schalenbruchstücken von Organismen in den oberen Erdflächen gebildet. Schiefer ist meist enstanden, wenn sich Erdplattenverschiebungen ergeben. All diese Materialen werden sehr gerne für Bodenplatten im inneren und äußeren Wohnbereich verwendet. Das wirklich tolle ist, dass die Gesteinsarten je nach dem Gebiet ihres Vorkommens in allen möglichen Farbschattierungen variieren. So gibt es eine große Auswahl an Naturstein, unterschieden nach ihren Abbaugebieten, wie dem Bayerwaldgranit, den Solnhofer Kalkstein, dem Fränksichen Muschelkalk, dem Anrächter Kalkstein, dem Sächsischen Sandstein, dem Eifler Basaltlava, dem Wachenzeller Dolomit, um nur eine kleine Anzahl deutscher Abbaugebiete zu benennen.

Steinfindlinge, die Kinder gerne auf Spaziergängen durch den Wald und über Wiesen und Felder mitnehmen, sind begehrt, wenn sie eine besondere Formgebung oder Farbschattierung aufweisen. Das Mitnehmen von Steinen ist kein Problem, wenn Kinder Kieselsteine sammeln und diese einstecken. Anders ist es, wer sich größere Stein aneignet. Diese Steine gehören dem Eingentümer des entsprechenden Grundstücks und eine Mitnahme ist in jedem Fall Diebstahl. Also vorsicht, wer vom Anblick schöner Steine verführt und zur Mitnahme verleitet wird.

Heute werden in unseren heimischen Gefilden viele Steine von Abbaugebieten besonders aus dem asiatischen Raum eingesetzt, besonders weil der günstige Preis oft im Verhältnis zu heimischer Steinware verführerisch ist. Der Einsatz ausländischer Steine muss nicht von Nachteil sein. Auch die Qualitäten sind meist sehr in Ordnung. Jedoch läßt sich beobachten, dass Stein-Importware aufgrund der Erhebung von Zöllen zunehmend teurer wird. Mittlerweile hat man auch in anderen Ländern den Wert von natürlichen Rohstoffen  erkannt bzw. versucht, entsprechend den Rohstoffabbau zu kontrollieren. In Deutschland hat die Nachfrage nach speziellem Stein in den vergangenen Jahren zugenommen. Der Gabionenbau, der Gartenbau, der Straßenbau und viele andere Bereiche haben einen enormen Bedarf für Steinmaterial entwickelt. Auf jeden Fall positiv ist, wenn man den Steinen ihren Wert beimisst, den sie auch verdient haben.

Aktualisiert am 17. Mai 2017